Richtigstellung

Die unwahren, irreführenden und ungeprüften Aussagen vom Kassensturz stellen wir jetzt richtig.

Inhalt

8.1.2019 - Folge 9: Der Schulvertrag und die Verpflichtung
6.1.2019 - Folge 8: Der Arbeitsvertrag
4.1.2019 - Folge 7: "Überteuerter Einführungskurs"
31.12.2018 - Folge 6: Der vermeintliche Knebelvertrag
29.12.2018 - Folge 5: Das vermeintliche Lockangebot
28.12.2018 - Folge 4: Der erfundene Bewerbungsablauf
20.12.2018 - Folge 3: "Shayleen S. fühlte sich bald nur noch ausgenutzt..."
19.12.2018 - Folge 2: "Stress-pur"
18.12.2018 - Folge 1: "Reduzierter Lohn trotz vollem Arbeitspensum"
17.12.2018 - Intro
06.12.2018 - Stellungnahme
04.12.2018 - Kassensturz Bericht (Video)

Zürich, 8.1.2019

Folge 9: Der Schulvertrag und die Verpflichtung

Abbildung 9.2
Kassensturz Lügengeschichte
Abbildung 9.1
Kassensturz Lügengeschichte
Shayleen S. hat am 2. Mai 2018 den Wohnort von Bülach nach Winterthur gewechselt. Ein entscheidender Umstand auf den wir gleich zurückkommen werden.

Im Kassensturz Bericht behauptet Shayleen S., dass wir ihr den Schulvertrag erst "nach wochenlanger Arbeit" am 5. Juli 2018 ausgehändigt haben und die 18-monatige Verpflichtung nie erwähnt wurde.

Diese Aussage ist unwahr und aufgrund eines Fehlers der Kassensturz Redaktion können wir das auch belegen:

Denn, bei 4min 48s wird Shayleen S. gezeigt, wie sie ihren Schulvertrag umblättert. Erst ist die Wohnadresse - wie im Fernsehen üblich - zensiert (Abbildung 9.1). Bei einem zweiten Einblender wurde die Zensur jedoch versäumt und man kann die von Shayleen S. selbst eingetragene Wohnadresse für einen Augenblick deutlich erkennen. (Abbildung 9.2)

Der von ihr ausgefüllte Wohnort lautet: "Bülach"

Nur:
Shayleen S. hat am 2. Mai 2018 den Wohnort von Bülach nach Winterthur gewechselt. Aus welchem Grund sollte sie dann am 5. Juli 2018 eine Wohnadresse im Schulvertrag eintragen, an der sie schon längst nicht mehr wohnte?




Fazit:
Shayleen S. hat den Schulvertrag wie alle anderen 19 Schülerinnen vor Schulbeginn erhalten und damals auch mit ihrem Namen und Wohnort "Bülach" ausgefüllt. Den Vertrag hat sie jedoch nie retourniert. Hätte sie den Schulvertrag tatsächlich erst am 5. Juli 2018 erhalten, hätte Shayleen S. den Wohnort "Winterthur" eingetragen. Denn dort wohnte sie bereits seit mehr als 2 Monaten.

Shayleen S. wusste über die 18-monatige Verpflichtung von Anfang an Bescheid.



Zürich, 6.1.2019

Folge 8: Der Arbeitsvertrag

Abbildung 8.1
Kassensturz Lügengeschichte
Shayleen S. behauptet ab 4min 20s, dass sie erst "nach wochenlanger Arbeit" am 5. Juli 2018 den Arbeitsvertrag erhalten habe.

Diese Aussage ist, wie viele andere, schlicht unwahr.

Shayleen S. wurde nämlich der Arbeitsvertrag bereits am 16. Mai 2018 - also zu Arbeitsbeginn - ausgehändigt (Abbildung 8.1)


Ausserdem wurde sie von uns mehrfach schriftlich und mündlich aufgefordert, den Vertrag unterschrieben zu retournieren. Dies hat sie jedoch bis zum Schluss unterlassen.

Kassensturz Journalist Daniel Müller haben wir diese Unterlagen im Gespräch vom 22.11.2018 gezeigt.

FAZIT:
Es ist also nicht so, dass sie den Arbeitsvertrag erst "nach wochenlanger Arbeit" von uns erhalten hat. Auch dass wir die 18-monatige Verpflichtung zu keinem Zeitpunkt versucht haben zu verheimlichen, wie es der Kassensturz Bericht vermitteln will, ist damit ein weiteres Mal belegt (siehe hierzu auch Folge 5).

Wie sieht es mit dem Schulvertrag aus? Hatte Shayleen S. diesen - wie alle anderen Schülerinnen - vor Schulbeginn erhalten und war ihr von Anfang an bewusst, dass die Schule nur dann kostenfrei ist, wenn sie im Anschluss 18 Monate für BeautySpace arbeitet? Das werden wir in Folge 9 klären.



Zürich, 4.1.2019

Folge 7: "Überteuerter Einführungskurs"

Im Kassensturz Bericht wird die Kosmetikschule der BeautySpace Academy als "Einführungskurs" dargestellt. Weiter wird behauptet, dass die Kurskosten von 21000 CHF, welche bei Nichteinhaltung der 18-monatigen Verpflichtung anteilig zurückbezahlt werden müssen, nicht gerechtfertigt seien.

Beide Aussagen sind unwahr.

Erstens handelt es sich nicht um einen Einführungskurs, sondern um einen 3-monatigen Vollzeitkurs mit 528 Lektionen. Es gibt in der Kosmetikbranche durchaus Einführungskurse. Diese dauern jeweils jedoch ein paar wenige Stunden.

Zweitens sind die zugrundeliegenden Kurskosten auch nicht zu hoch berechnet. Da der Kassensturz selber von der Thematik offensichtlich nicht viel Ahnung hat, hat er mit dem Schweizerischen Kosmetikverband einen weiteren Experten herbeigezogen. Dieser wird um 5min 1s zitiert:

"Das [die 21000 CHF Kurskosten] sei unangemessen viel, sagt der Schweizerische Kosmetikverband. Er rät von solch überteuerten und nicht anerkannten Einführungskursen ab."

Diese Aussage des Kassensturz, bzw. des Kosmetikverbandes ist höchst problematisch. Dies aus folgenden Gründen:

  1. Der Kosmetikverband ist ausschliesslich für eidgenössisch anerkannte Kosmetikausbildungen (u.a. EFZ Ausbildung) verantwortlich und damit kaum ein neutraler und unvoreingenommener Experte. Denn die nicht-anerkannten Ausbildungen sind ein konkurrenzierendes Angebot. Will man eine neutrale Aussage zu Elektrofahrzeugen bekommen, geht man wohl kaum zum Dieselverband.
  2. Die allfälligen Kosten für unsere Kosmetikschule orientieren sich am Markt und sind marktüblich. Denn die Kosten pro Kursstunde belaufen sich auf ca. 40 CHF. Wie man mittels einfacher Google Suche herausfinden kann, haben Anbieter mit vergleichbaren Angeboten einen ähnlichen Stundensatz. Der Kassensturz kritisiert damit also nicht nur uns, sondern sämtliche Anbieter solcher Ausbildungen. Nur greift er uns als Beispiel heraus.

Es liegen damit gleich zwei Verstösse gegen die Publizistische Leitlinien SRF vor:

  1. Paragraph 5.2
    "Expertinnen und Experten helfen uns, Ereignisse oder Sachverhalte zu erklären. Ihre Einordnungen sind aber auch mit Wertungen und manchmal mit handfesten Interessen verbunden, die wir offenlegen müssen."
  2. Paragraph 7.8
    Unrichtige, irreführende oder unnötig herabsetzende Kritik an Produkten oder Dienstleistungen kann grossen wirtschaftlichen Schaden anrichten. Wer einzelne Produkte oder Anbieter herausgreift, um allgemeine oder branchenspezifische Eigenschaften zu kritisieren oder auch hochzujubeln, handelt möglicherweise unlauter."
Auch nach drei schriftlichen Anfragen beim Kosmetikverband, konnte uns niemand Auskunft geben, ob und allenfalls von wem diese Aussage getätigt wurde und aufgrund welcher Informationsgrundlage. Wir warten immer noch auf eine Antwort und bleiben hartnäckig.

Fazit:
Die Kurskosten, bzw. der Wert der Schule von 21'000 CHF entsprechen marktüblichen Angeboten. Die Aussage vom Schweizerischen Kosmetikverband, dass die Schule überteuert sei, ist deshalb falsch. Und die Aussage, dass davon abgeraten wird, ist nicht nur parteiisch, sondern unter Umständen auch unlauter.

Wir haben den Journalist Daniel Müller vorgängig genau erklärt, dass sich die Kosten am Markt orientieren. Wir haben ihm auch diverse Beispiele von alternativen Angeboten gezeigt. Dennoch hat er den Vergleich von Äpfeln und Birnen nicht unterlassen, sondern hat ihn bewusst verwendet um seine Story glaubwürdiger zu machen.

Zürich, 31.12.2018

Folge 6: Der vermeintliche Knebelvertrag

Der Titel des Kassensturz Berichtes lautet:
"Kosmetik-Kette knebelt ihre Schülerinnen"

Knebelverträge gelten in der Schweiz als unlauter. Das heisst: der Kassensturz wirft BeautySpace „sittenwidriges" und „unlauteres" Verhalten vor. Dies geht denn nicht nur aus dem Titel der Sendung vor, sondern zieht sich als roter Faden durch sie hindurch.

Diese Einschätzung des Kassensturz befremdet allein schon deshalb, weil seine eigene Rechtsexpertin Gabriela Baumgartner auf der Kassensturz-Webseite, wo das Publikum Rechtsfragen stellen kann, zum Thema Weiterbildungsvereinbarungen schreibt: „Sie muss verhältnismässig und zeitlich begrenzt sein. Bei Weiterbildungen für mehrere Zehntausend Franken haben die Gerichte bisher Verpflichtungen von drei bis vier Jahren als zulässig erachtet."

Sogar der ab 5min 40s im Kassensturz Bericht präsentierte Experte Roger Rudolph, Professor für Arbeitsrecht an der Universität Zürich, sagt mit KEINEM Wort, dass die Verträge, bzw. die Verpflichtung von 18 Monaten unrechtmässig wären. Er sagt lediglich, dass BeautySpace das Zustandekommen eines Vertrags nachweisen können muss, um die Schulungskosten zurückverlangen zu können. Ein Arbeitsvertrag bedarf keiner Schriftform und ob wir ein Zustandekommen beweisen können, entscheidet allenfalls ein Arbeitsgericht. Sicherlich aber nicht der Kassensturz.

Wer die 3-monatige kostenfreie Intensiv-Ausbildung besucht, verpflichtet sich für 18 Monate bei BeautySpace zu arbeiten. Eine solche Vereinbarung, welche in vielen Branchen übrigens gang und gäbe ist, ist aber NICHT unlauter und deshalb auch KEIN Knebelvertrag. Somit ist der reisserische Titel der Sendung unwahr, irreführend und rufschädigend und noch dazu ein klassischer "Clickbait".

Definition Clickbait (Wikipedia):
"Ein Clickbait besteht in der Regel aus einer reißerischen Überschrift, die eine sogenannte Neugierlücke entstehen lässt. Sie teilt dem Leser gerade genügend Informationen mit, um ihn neugierig zu machen, aber nicht ausreichend, um diese Neugier auch zu befriedigen."

Es ist bedenklich, dass eine Sendung des öffentlichen Fernsehens SRF sich solcher Methoden bedienen muss.

Zürich, 29.12.2018

Folge 5: Das vermeintliche Lockangebot

Abbildung 5.1
Kassensturz Lügengeschichte
Der unvoreingenommene Zuschauer muss nach dem Kassensturz Bericht davon ausgehen, dass BeautySpace mit der kostenfreien Schule die Kandidatinnen systematisch in die Falle lockt indem die darauffolgende Verpflichtung von 18 Monaten gezielt verschwiegen wird.

Dass dem aber definitiv nicht so ist, können wir nicht nur widerlegen, sondern können auch alle anderen 19 Schülerinnen bezeugen: es existieren nämlich von allen anderen Schülerinnen unterzeichnete Schulverträge und die Schülerinnen bestätigen allesamt, dass sie sowohl durch die beworbene Website, durch das Bewerbungsgespräch und durch den Schulvertrag frühzeitig und vollständig aufgeklärt wurden.

Das extrem Befremdliche und Irritierende am Kassensturz Bericht ist aber, dass der verantwortliche Journalist Daniel Müller selbst ganz genau wusste, dass wir alle Kandidatinnen vor Schulbeginn aufklären und wir einzig versäumt haben, den rechtzeitig ausgehändigten Schulvertrag von Shayleen S. zurückzufordern, als sie ihn nicht retournierte.

So antwortete uns Daniel Müller in einer Email vom 30. November 2018:

"Wir werden in unserer Berichterstattung nicht behaupten, auch andere Angestellten von BeautySpace hätten während der Ausbildung keine Kenntnis von der 18-Monate-Vereinbarung gehabt. Weitere Interviews mit Absolventinnen der Ausbildung erübrigen sich dadurch. Besten Dank dennoch für das Angebot." (Abb. 5.1)

Doch was macht der Kassensturz daraus?
"Kosmetik-Kette knebelt ihre Schülerinnen" - so nur schon der Titel der Sendung. Die öffentlichen Diskreditierung geht denn nicht nur aus dem Titel vor, sondern zieht sich als roter Faden durch sie hindurch.

Ausserdem:
Wir knebeln unsere Schülerinnen nicht. Nicht mehrere, nicht eine, sondern gar keine.

Dazu mehr in Folge 6.



Zürich, 28.12.2018

Folge 4: Der erfundene Bewerbungsablauf

Die Off-Stimme erzählt im Kassensturz Bericht um 1min 45s die Geschichte, wie Shayleen S. eine Facebook Werbung der kostenfreien BeautySpace Academy gesehen und sich darauf per Email beworben hat. Da auf dieser Werbung die Verpflichtung von 18 Monaten nicht erwähnt wurde, folgert der Kassensturz später, dass Shayleen S. davon - bis zum "Gespräch mit dem Chef" 5 Monate später - keine Kenntnisse hatte.

Abbildung 4.3
Kassensturz Lügengeschichte
Abbildung 4.2
Kassensturz Lügengeschichte
Abbildung 4.1
Kassensturz Lügengeschichte
Wie es sich wirklich verhält:
Shayleen S. hat sich definitiv nicht aufgrund des eingeblendeten Facebook Beitrags beworben. Dieser war zum Zeitpunkt von Shayleen's Bewerbung am 1. Februar 2018 nämlich schon fast 2 Monate alt und wurde längst nicht mehr aktiv beworben. Sondern sie hat nachweislich unser Facebook Inserat vom 22. Januar 2018 angezeigt bekommen (Abb. 4.1) und sich aufgrund dessen beworben.

In diesem Inserat steht keine Email Adresse für die Bewerbung, sondern nur ein Link zu unserer Website. Und auf dieser Website wird unter anderem an 5 verschiedenen Stellen unmissverständlich darauf hingewiesen, dass die Kosmetikschule nur dann kostenfrei ist, wenn man im Anschluss für 18 Monate bei BeautySpace arbeiten würde. (Abb. 4.2: Website Stand 22.1.2018, aktuelle Version hier)

Wir können belegen, dass sich Shayleen S. aufgrund dieses Facebook Inserates beworben hatte, weil sie dort auf den “Jetzt Bewerben” Knopf drückte (Abb. 4.1). Dieser Knopf ist ein Facebook Feature für Inserate, dass die schnelle und einfache Weitergabe von Kontaktdaten ermöglicht. NUR deshalb taucht ihr Name nämlich auch in der sogenannten Facebook “Lead Liste” auf (Abb. 4.3).
Dass Shayleen S. aber die academy@beautyspace.ch Bewerbungsemail kannte und die Bewerbung via Email einreichte, zeigt, dass sie nebst dem Drücken des “Jetzt bewerben” Knopfs auch die Website konsultiert haben musste. Denn die von ihr verwendete Email Adresse ist auf der Website aufgeführt, nicht aber in der Anzeige.

Fazit: Shayleen S. hat unsere Anzeige vom 22. Januar 2018 von Facebook angezeigt bekommen. In dieser hat sie den "Jetzt bewerben" Knopf gedrückt und im Anschluss die Website mit allen Informationen besucht. Wie auf der Website beschrieben hat sie ihre Bewerbungsunterlagen per Email eingereicht. Sie wusste also schon vor dem Bewerbungsgespräch Bescheid, dass die Schule nur dann kostenfrei ist, wenn sie im Anschluss für 18 Monate bei BeautySpace arbeitet.

Fragen an die Leser:
  • Ist es glaubwürdig, dass man eine 3-monatige Schule mit Jobgarantie besucht ohne vorgänging die Website zu konsultieren?
  • Wieso wird an keiner Stelle im Kassensturz Bericht oder im Online Beitrag erwähnt, dass eine BeautySpace Academy Website existierte (die sogar noch aktiv beworben wurde)?
Auf diese Fragen kommen wir in Folge 5 zu sprechen.

Zürich, 20.12.2018

Folge 3: "Shayleen S. fühlte sich bald nur noch ausgenutzt..."

Kassensturz Lügengeschichte - Das vermeintliche Opfer -

Nachdem der Kassensturz die angeblich unmenschlichen und extrem harten Arbeitsbedingungen bei BeautySpace mit unwahren und irreführenden Aussagen veranschaulicht hat, folgert die Off-Stimme (4min 10s):

"Auch Shayleen S. fühlte sich bald nur noch ausgenützt und suchte das Gespräch mit dem Chef".

Den zusätzlichen Vorwurf, dass wir die Mitarbeiterin ausgenutzt haben sollen, weisen wir ganz klar zurück. Es war ihr eigener Wunsch und Antrieb mehr zu arbeiten, um so ihren Umsatz zu erhöhen.

Das bestätigt sie so auch in der Email, die sie nach dem erwähnten "Gespräch mit dem Chef" am 5. Juli 2018 an die Geschäftsleitung schickte:
"Ich habe mich entschlossen Überstunden (2h am Tag freiwillig) zu leisten bei Spätdienst. Das heisst Ich komme um 09.00Uhr und bleibe bis 21.00Uhr. Bis ende Monat kann ich dir dann noch bescheid geben ob ich noch einen 6ten Tag in der Woche beanspruche."
(Anmerkung: Dieser Antrag "Überstunden" wurde von uns NICHT genehmigt)

In einer zweiten Nachricht vom 18. Juli 2018 schreibt sie weiter (aus dem Schweizerdeutschen übersetzt):
"Ja, mein Ziel ist es mehr Umsatz zu machen, jedoch nicht nur für mich. Ich schaue in die Zukunft, dass heisst, unsere Filiale soll davon profitieren. Ich motiviere den Rest zum Nachziehen. Es soll ein lang anhaltendes Ergebnis sein. Schlussendlich können nur alle davon profitieren."

und weiter...

"Es ist mir sehr unangenehm, vor allem weil ich mich gegenüber meinen Mitarbeitern rechtfertigen muss, warum ich eine weitere Kundin angenommen habe und dass wir dann evtl. bis 21.00 Uhr arbeiten..."

und weiter...

"Ob die Qualität stimmt? 'Ja, sicher'. Stimmen die Zahlen? Jeden Tag bin ich Leader von ganz BeautySpace. Ich sehe das Problem nicht. Ich muss aber dazu sagen, Kundenzufriedenheit ist meine Motivation."

und weiter...

"Ich leiste einen guten Beitrag zur Filiale, mit super Feedback von den Kundinnen....Ich weiss, ich bin noch nicht lange dabei, jedoch kann ich viel Positives verändern. Wie siehst Du die Situation?"

Frau S. ist also ganz offensichtlich nicht das vom Kassensturz präsentierte Opfer. Weder musste sie unter unzumutbaren Arbeitsbedingungen arbeiten, noch wurde sie von uns ausgenutzt.



Zürich, 19.12.2018

Folge 2: "Stress pur"

Kassensturz Lügengeschichte - Das vermeintliche Opfer -

Der Kassensturz behauptet, dass unsere 50 Kosmetikerinnen extrem gestresst sind. Es herrsche "Stress pur", weil es angeblich das Konzept von BeautySpace sei, mehrere Kunden GLEICHZEITIG zu bedienen.

So sagt die Off-Stimme um 3min 36s (Video):
"Shayleen S. arbeitet hart, manchmal an mehreren Kunden gleichzeitig. So sieht es das BeautySpace Konzept vor" und folgert daraus "...für 50 Kosmetikerinnen bedeutet das Stress pur."

Dass das aber eben genau NICHT das Konzept von BeautySpace ist, beweist das vermeintliche Opfer gleich selber. So schreibt Shayleen S. am 23. Juli 2018 - also 2 Monate nach Arbeitsbeginn - folgende Nachricht an die Geschäftsleitung:

"Hallo Robin, Ich wollte von dir nochmals ein schriftliches 'Ja', dass ich rascher, dynamischer und organisierter (heisst 2-3 Kunden gleichzeitig oder 20min für Manicure) arbeiten darf,..."

Auch diesen Beleg, dass Shayleen S. nicht die Wahrheit sagte, hätten wir dem Kassensturz problemlos liefern können. Doch in dem mehr als eineinhalbstündigen Gespräch, das wir mit ihm am 22. November 2018 im Fernsehstudio Leutschenbach führten, konfrontierte Redaktor Daniel Müller uns gar nicht mit diesem Vorwurf, sondern verschwieg ihn.

Da stellt sich doch die Frage: was beabsichtigte Daniel Müller damit?


Es kommt dann schon die Folge drei, gleich morgen nach dem Frühstücksbrei.



Zürich, 18.12.2018

Folge 1: "Reduzierter Lohn trotz vollem Arbeitspensum"

Kassensturz Lügengeschichte - Das vermeintliche Opfer -

Der Kassensturz will bei den Zuschauern Empörung hervorrufen und BeautySpace als Arbeitgeber darstellen, bei welchem unmenschliche Arbeitsbedingungen herrschen und Tiefstlöhne bezahlt werden.
Hierzu steckt er Shayleen S. in die Rolle des armen Opfers und bekräftigt diese Opferrolle mit bewusst irreführenden und unwahren Aussagen.

So zum Beispiel bei 3min 26s:
"Reduzierter Lohn trotz vollem Arbeitspensum" und "Shayleen S. verdiente nicht den vollen Lohn."

FAKT ist aber, dass Shayleen S. mit gerade mal 19 Jahren und nur mit unserer 3-monatigen BeautySpace Academy Ausbildung bis zu 4709 CHF pro Monat verdiente!
Und so hat sie in den 4 Anstellungsmonaten sogar einiges mehr als nur den "vollen Lohn" verdient.

Von einem solchen Lohn können viele junge Menschen nach ihrer Ausbildung wohl nur träumen.

PS: Der Kassensturz kannte die Löhne übrigens nachweislich ganz genau! Doch hätte er transparent und ausgewogen kommuniziert, wäre die Rolle des armen Opfers nicht mehr glaubwürdig gewesen.

Es kommt dann schon die Folge zwei, gleich morgen nach dem Frühstücksei.



Zürich, 17.12.2018

Intro

Kassensturz Lügengeschichte Lieber Kassensturz, Lieber Daniel Müller, Lieber Ueli Schmezer

Vor zwei Wochen ist es euch mit dem Bericht über BeautySpace gelungen, ein weiteres Unternehmen an den Pranger zu stellen.
Herzliche Gratulation! Der Kreativpreis ist euch damit sicher...

Doch leider können wir diese unsägliche Lügengeschichte so nicht im Raum stehen lassen. Deshalb hat heute der SRF Ombudsmann - wortwörtlich - dicke Post bekommen:
In über 30 Seiten, voll mit Fakten und schriftlichen Belegen, zeigen wir auf, wie Ihr einen unspektakulären arbeitsrechtlichen Fall mit einer einzelnen Mitarbeiterin in einen "BeautySpace Skandal" aufgebauscht habt.

Es wurden nicht nur Lügen, irreführende Informationen und ungeprüfte Aussagen verbreitet. Nein, es wurden sogar bewusst und gezielt Dokumente und Fakten unterschlagen. Fakten, die es den Zuschauerinnen und Zuschauern ermöglicht hätten, sich ein objektives Bild zu machen.

Da Ihr eurer journalistischen Pflicht nicht nachgekommen seid, eine seriöse, ausgewogene und vor allem wahre Geschichte zu erzählen, werden wir dies eben tun.

Wenn Ihr Lügen über uns erzählt, erzählen wir die Wahrheit über euch.

Morgen geht's los...
Eure Spacers vom BeautySpace



6.12.2018

Stellungnahme

In nur einem Jahr konnte die BeautySpace Academy 20 Frauen ausbilden und so 20 Frauen den Weg in die Kosmetik ermöglichen und zu einer sicheren Arbeitsstelle verhelfen.
Die Vorwürfe vom Kassensturz basieren auf den unwahren Aussagen von einer einzigen Mitarbeiterin: Shayleen S.

Dabei muss man bedenken, dass BeautySpace 60 Kosmetikerinnen und Schülerinnen beschäftigt.

Der Kassensturz ist unserer wiederholten Aufforderung nicht nachgekommen, die 19 anderen Schülerinnen zu befragen um sich ein vollständiges und korrektes Bild machen zu können. Wir konnten dem Kassensturz Journalist Daniel Müller in mehreren Fällen mit schriftlicher Dokumentation belegen, dass Shayleen S. auch ihm eine unwahre Geschichte auf die Nase gebunden und falsche Tatsachen erzählt hat. Aus uns unverständlichen Gründen hat er aber sämtliche Beweise ignoriert.

Zum Vorwurf “BeautySpace knebelt Schülerinnen”

Es ist korrekt, dass die Schülerinnen nach der Schule eine 18-monatige Verpflichtung haben bei BeautySpace zu arbeiten.
Nur unter diesen Voraussetzungen bietet BeautySpace die Kosmetikschule kostenfrei an. Eine Verpflichtung bei Übernahme von Ausbildungskosten ist nicht nur üblich, sondern vor allem auch rechtens. Dies bestätigt sogar die Anwältin vom Kassensturz Gabriela Baumgartner in einem vergleichbaren Fall.
Siehe hierzu: https://www.srf.ch/sendungen/kassensturz-espresso/rechtsfragen/arbeitsrecht/weiterbildung-muss-ich-mich-fuer-drei-jahre-verpflichten

Der Begriff "knebeln" ist demnach extrem unangebracht und wird von uns vehement zurückgewiesen.

Zum Vorwurf “Unkenntnis über Verpflichtung”

Der Kassensturz behauptet, dass die Schülerinnen nichts von einer Verpflichtung vor dem Schulbeginn wissen. Das ist faktisch falsch. Und wäre der Kassensturz Journalist Daniel Müller unserer Aufforderung, die anderen Schülerin zu interviewen, nachgekommen, wüsste er das auch.

Shayleen S. wusste von der Webseite her, über die sie sich für den Ausbildungskurs bewarb, aus dem Bewerbungsgespräch, das anschliessend stattfand, und durch den Ausbildungsvertrag, den sie vor Beginn ihrer Ausbildung erhalten hat, dass dieser Kurs für sie nur dann kostenlos ist, wenn sie anschliessend mindestens 18 Monate bei BeautySpace arbeitet. Dass sie jetzt behauptet, von dieser Bedingung erst im Nachhinein erfahren zu haben, ist eine unwahre Schutzbehauptung, die den Erfahrungen aller anderen Kursteilnehmerinnen widerspricht.

Zum Vorwurf “Kurskosten von 21’000 CHF zu hoch”

Im Beitrag spricht der Kassensturz von einem “Einführungskurs” der unglaubliche 21’000 CHF kosten soll.
Der Begriff “Einführungskurs” wird vom Kassensturz offensichtlich gezielt in Szene gesetzt, ist aber per se falsch. Denn ein solcher dauert nach gängiger Praxis ein paar wenige Stunden, maximal ein paar Tage.

Die BeautySpace Academy bietet aber einen Kosmetikkurs an, der 66 Tage, bzw. 528 Stunden dauert. Die Kosten (bzw. der Wert) pro Stunde belaufen sich demnach umgerechnet auf 40 CHF, was ein marktüblicher Preis für eine nicht anerkannte Schule ist. Auf welcher Grundlage der Schweizer Fachverband für Kosmetik die Aussage macht, dass dieser Preis “unangebracht hoch” (O-Ton Kassensturz) sei, wird derzeit von uns beim Verband abgeklärt. Auf unsere erste Anfrage hin, konnte der Verband jedenfalls weder sagen, wer die Aussage gemacht hat, noch, ob dieser Betrag gerechtfertigt sei oder nicht. Wir werden diesen Punkt in naher Zukunft weiter thematisieren.

Bei weiteren Fragen können Sie uns gerne via academy@beautyspace.ch kontaktieren.



Zürich, 4.12.2018

Der Kassensturz Bericht